Castel Belfort – Geschichte und Geschichten

Castel Belfort – Geschichte und Geschichten
Monday 25 January 2021

Wie ein steinerner Wachposten erhebt sich der Turm aus dem 13. Jahrhundert aus den Ruinen der 400 Jahre alten Burgmauer, die bei einem mysteriösen Brand zerstört wurde. Viele Geheimnisse und Legenden ranken sich um Castel Belfort bei Spormaggiore. Und regen kräftig die Fantasie an…

Die Geschichte von Castel Belfort begann am 22. Mai 1311, als Graf Heinrich von Tirol der mächtigen Familie Tissoni von Spormaggiore die Genehmigung erteilte, „auf dem Rücken […] im Zuständigkeitsgebiet von Spormaggiore unterhalb der neuen Straße einen Turm, und zwar ein Wohnhaus mit Mauern und Gebäuden zu errichten“.

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Die Burg sollte den Verkehr auf der neuen Straße überwachen, die Fai della Paganella (und damit das Etschtal) via Spormaggiore mit dem Nonstal verband. Elf Adelsgeschlechter besaßen nacheinander die Burg, darunter auch die Familie Reifer. Sie war es, die die Burg in ihrer Geschichte und vor allem in Augen des Volkes ganz besonders geprägt hat.

Das Gespenst des Eifersüchtigen Schlossherrn

Am 1. Mai 1460 heiratete Cristoforo Reifer, Dynast von Belfort, die 19-jährige Orsola Künigl aus Ehrenburg. Cristoforo, der bereits zweifacher Witwer war und über 50 Jahre alt, hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach Anzeichen von geistiger Verwirrung gezeigt. Seine Wahnvorstellungen traten wenige Monate nach der Heirat so offensichtlich zu Tage, dass die arme Orsola, nachdem sie von ihrem Gatten in einem Anfall von Wahnsinn misshandelt und fast erwürgt worden war, ihre Eltern um Hilfe bat, aus der Gefangenschaft erlöst und schließlich im Rahmen eines regulären Prozesses vom Ehebund befreit wurde. Cristoforo hingegen war von der Vorstellung besessen, dass seine Ehefrau ihn betrog und dass alle zusammen – Gattin und Dienstboten in vereintem Bemühen – ihn zu vergiften versuchten.

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Noch heute erzählt man sich vom alten Schlossherrn, der ganz in Schwarz und mit einem leuchtenden Schwert bewaffnet zwischen den Burgruinen herumspukt. Im Glauben der Dorfbewohner ist der Geist von Cristoforo in den Burgruinen gefangen. Und ist wie bei Dante dazu verdammt, zur Strafe immer weiter erfolglos nach Beweisen für die Untreue seiner Frau Orsola zu suchen.

Einer Legende zufolge suchte eines Abends ein Wandersmann, der auf seinem Weg von einem Unwetter überrascht wurde, in den Schlossruinen Schutz vor Blitz und Regen. Dort lief er dem bösen Schlossgespenst über den Weg, das ihn verfolgte und von ihm Beweise für Orsolas Untreue verlangte.

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Praktische Informationen für Ihren Besuch

  • Der Zugang zur Burg ist rund ums Jahr täglich kostenlos möglich.
  • Ein kurzer Spaziergang auf ungeteerter Straße (auch für Buggys geeignet) führt zum Wildpark Spormaggiore, der von April bis November geöffnet ist und in dem man so berühmte Gebirgstiere wie Bären und Wölfe aus der Nähe erleben kann.
  • Als Souvenir für zuhause bieten sich die Produkte aus der Imkerei Castel Befort an, die seit über 40 Jahren unterhalb des Burgbergs Honig produziert.

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(Auszug aus einem Artikel von Sandro Osti, Paganella Dolomiti Magazine 9/2018)

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