Martha, die Parkwächterin



„Wenn ich als kleines Mädchen gefragt wurde, was ich später mal machen wollte, habe ich immer geantwortet ‚mit den Tieren arbeiten‘. Und es hat geklappt, denn genau das ist jetzt meine Arbeit“. Die Südtirolerin Martha Hirber ist animal keeper im Wildpark von Spormaggiore. Ihre Arbeit besteht daraus, sich um die Tiere zu kümmern. Das reicht vom Füttern über das Saubermachen der Gehege bis zum Verabreichen der vom Tierarzt verschriebenen Medikamente.

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Wenn ich in der Früh ankomme, bereite ich immer als erstes die Futterschüsseln für die Tiere zu, mit der genau abgemessenen Menge an Grünzeug, die jedem Tier zusteht. Dann gehe ich zu den Ställen, um dort sauberzumachen und die Tiere, die dort leben, mit Wasser, Heu und Grünzeug zu versorgen. Zum Schluss kommen dann die Fleischfresser an die Reihe. Ich gehe in den Kühlraum, bereite die einzelnen Fleischportionen zu und klappere dann damit alle Gehege ab. Die Tiere erkennen mich an meinem Schritt, wissen, dass das Futter kommt und begrüßen mich begeistert.“

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Nach vielen Jahren im Park kennt auch Martha ihre Tiere richtig gut und weiß bei jedem Tier genau, wie es sich benimmt, wenn sie ankommt: „Bei den Luchsen zum Beispiel kommt das Männchen, das auch das älteste der drei ist, immer als erstes. Bei den Wölfen dagegen, insgesamt zehn, laufen mir immer nur drei entgegen, wenn ich ins Gehege komme.“ Martha weiß auch, dass das Reh mit dem Essen furchtbar heikel ist. „Es ist nur ganz wenig und am liebsten nur das, was ihm wirklich schmeckt. Ich muss es mit Gras und Ästchen täuschen, damit es wirklich die Menge an Essen zu sich nimmt, die es braucht!“

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Die beiden Braunbärinnen Cleo und Cora dagegen sind die einzigen Tiere, mit denen Martha nicht zu tun hat. „Das war die Aufgabe meines Kollegen Luigi, und zwar schon lange, bevor ich im Wildpark angefangen habe. Ein Wechsel wäre zu traumatisch für die Bärinnen gewesen. Und auch Luigi hängt ja mittlerweile sehr an ihnen. Es lässt sich gar nicht vermeiden, dass man Zuneigung für die Tiere entwickelt, mit denen man zu tun hat!“ So dass es für Martha neulich ein Grund zur Freude war, zu sehen, dass Bella, der neue Fischotter im Park, mitten in ihr Gehege gekackt hatte: „Das heißt, dass sie sich eingewöhnt und anfängt, ihr Terrain zu markieren! Die Aufnahme eines neuen Tieres muss mit großer Vorsicht erfolgen; wir müssen Tag für Tag schauen, wie es sich an seine neue Umgebung eingewöhnt. Aus diesem Grund versuchen wir die Neuankünfte der Tiere immer auf den Herbst zu legen, wenn der Park für Besucher geschlossen ist.“

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Der Wildpark von Spormaggiore wurde 1994 eingeweiht und entstand, um eine bessere Umgebung für Bären zu schaffen, die in der Provinz bereits in Gefangenschaft waren. Der Park hat sich stetig weiterentwickelt und besitzt heute auch wichtige didaktische, wissenschaftliche und Konservierungs-Funktionen. Vor allem aber ist es ein Ort, der von Menschen geführt wird, die die Tiere wirklich lieben. „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie wahnsinnig wir uns gefreut haben, als vor vier Jahren die ersten Wolfsjungen des Parks auf die Welt gekommen sind. Acht wunderschöne, süße und winzige Welpen. Es war ein großes Fest für uns alle!“ Inzwischen sind die kleinen Wölfe gar nicht mehr klein und warten Tag für Tag auf Marthas Schritte, in der Hoffnung, dass sie ihnen etwas Feines zu essen bringt.

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